Stativköpfe im Einsatz - ein Vergleich
veröffentlicht am 12.07.2013 in * FOTOTECHNIK *
archivierter Artikel aus der alten Homepage
Die Anfänge
Tiefenschärfe durch hohe Blendenzahlen mit entsprechend langen Belichtungszeiten, Lichtverlust durch Polfilter oder Grau(verlaufs)filter, Lichtstimmung in der blauen Stunde - in der Landschaftsfotografie gibt es viele Gründe, ein Stativ zu benutzen.
Meine erste Anschaffung war - zusammen mit einem 3D-Kopf 029MK2 - ein Manfrotto Alu-Dreibein-Stativ mit Wechselsäule vom Typ 455B.

- Kugelkopf Manfrotto 352RC,
rechts die Original-Schnellspann-Platte

- 3D-Neiger Manfrotto 029MK2

- Video-Neiger Manfrotto 701HDV
Der Kopf bewährte sich durch feine Einstellbarkeit in allen 3 Achsen und Wasserwaagen an der Basis für die Schnellspannplatte für alle statischen Motive.
Auf Hochgebirgstouren und anderen anstrengenden Fußmärschen waren das hohe Gewicht von knapp 1,7kg sowie die daraus resultierende Kopflastigkeit des Stativs bei Transport am Rucksack ein Problem, sodaß alsbald der nur 500g schwere Kugelkopf 352RC für diese Anwendungen folgte. Der "dritte im Bunde" war der Videokopf 701HD, mit dem ich mit meiner temporär genutzten Bridge-Kamera Videosequenzen aufnahm.
Aus der Aufstellung der drei Köpfe wird auch unmittelbar das Problem des Manfrotto-Systems deutlich: drei Köpfe - drei verschiedene Schnellspannsysteme!
Und die Lösung des Problems: Dazu habe ich eine eigene Seite erstellt.
Kugelkopf

- Manfrotto Friktions-Kugelkopf 468MG
mit Wimberley Schnellspannklemme
Um meine Ausrüstung "zu verschlanken", habe ich den Entschluß gefaßt, für den Einsatz draußen die beiden im Wechsel genutzten Köpfe 352RC und 029MK2 durch einen neueren Manfrotto-Kopf zu ersetzen, den Friktions-Kugelkopf 468MG. Und natürlich wurde dieser Kopf sofort auf eine Arca-Swiss-Klemme umgerüstet, nach dem 352RC wußte ich ja nun, wie das schnell und einfach geht ...
Beurteilung des Manfrotto-Friktions-Kugelkopfes 468MG
Der umgerüstete Kopf hat sich in den letzten 1 1/2 Jahren [Datum: Juli 2013] des Einsatzes zu meinem "Arbeitspferd" entwickelt, meine Erwartungen im mobilen Einsatz hat er voll erfüllt: Landschaftsaufnahmen im Weitwinkel- bis leichten (< 200mm) Tele-Einsatz, Pflanzenfotografie (auch Makro), der Kopf ist als Kugelkopf schnell in die Grundposition zu bringen, und wenn mittels der kleinen Rändelschraube die Friktion auf das Gewicht der jeweilige Kamera-Objektiv-Kombi justiert ist, dann sind kleine Korrekturen (Anpassung des korrekten Bildausschnitts, Ausrichtung in die Horizontale anhand der Kamera-Libelle, etc.) leicht durchzuführen, ohne daß die Kamera auf dem Kopf durch "Eigenleben in drei Achsen" schrittweise Annäherungen an die Idealposition
gleich wieder zunichte macht, wie das bei einfachen Kugelköpfen leicht passiert. Auch mein alter 352RC litt daran, er kannte nur zwei Einstellungen: fest oder lose, der Übergangsbereich war faktisch nicht nutzbar.
Ebenfalls ein schönes Feature ist die Panorama-Winkelskala am Fuß des Kopfes. Eine sinnvolle Nutzung dieses Features setzt allerdings ein Stativ mit einer Kugelkalotte zur exakten horizontalen Ausrichtung voraus.
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