Automatik... * bilddateien.de - alles, was mich fotografisch bewegt - Bernhard Albicker
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Automatik...

…abschalten!
In diesem Kapitel soll gezeigt werden, warum bei der Weiterverarbeitung von Filmmaterial jede Art von automatischer Farbkorrektur wenig hilfreich, wenn nicht sogar schädlich ist. Etwas differenzierter lautet das Urteil, wenn es um die Belichtung geht. Hier heißt die Devise: Automatik ja, unter bestimmten Voraussetzungen!

Begründung Teil 1: Diapositive

Ausgehend von der idealen Vorstellung, ein Dia sei zur direkten Betrachtung bestimmt (Leuchtpult oder Diaprojektor, beide mit genau definierter Lichtfarbe), kann nur die Folgerung abgeleitet werden, daß eine Farbkorrektur NICHT erfolgen darf, da sonst das ursprüngliche Motiv unkorrekt wiedergegeben würde.
Ein sog. “Weißabgleich” würde z. B. dafür sorgen, daß eine weiße Jacht mit weißen Segeln auf blauem Meer unter blauem Himmel einen “Stich” ins rote und grüne bekommen würde, da es sich um ein stark blaubetontes Motiv handelt.
Sollten Dia-Scans nicht zu dem erwünschten Ergebnis führen, so ist zunächst einmal daran zu denken, sowohl Monitor als auch Scanner ordentlich zu kalibrieren, um eine korrekte Arbeitsweise des gesamten Weges vom Filmmaterial bis zum Auge des Betrachters sicherzustellen.
Ausgeglichen werden dürfen nur Aufnahmefehler, z. B. die Aufnahme von Innenraum- Motiven bei Kunstlicht mit einem Tageslichtfilm ohne Filter. Da es sich hierbei aber um genau bekannte Fehler handelt, sollte die Korrektur auch in diesem Fall nicht einer Automatik überlassen werden, da diese auch hier immer motiv- und nicht _ursachen_abhängig korrigiert, sondern es sollte versucht werden, die bei der Aufnahme unterlassenen Punkte quasi nachzuvollziehen. Hierzu bietet die bereits erwähnte Software “Picture Window” die Möglichkeit, die Serie der Kodak-Wratten-Objektivfilter nachträglich auf die Aufnahmen anzuwenden.

dieser Artikel wird derzeit überarbeitet und ist daher nur unvollständig verfügbar


 

 


zuletzt geändert am: 27.01.2018