Welche Tools und Programme setze ich ein - und wofür? * bilddateien.de - alles, was mich fotografisch bewegt - Bernhard Albicker
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Welche Tools und Programme setze ich ein - und wofür?

Wie im Artikel “Der digitale Workflow” bereits beschrieben, durchläuft ein digitales Bild nacheinander verschiedene Arbeitsschritte bis zur endgültigen Ausgabe bzw. Verwendung. Hier möchte ich - orientiert am erwähnten Grundlagenartikel - zeigen, welche Programme ich einsetze.

Voraussetzungen

Ich gehe hier von Linux als Betriebssystem aus. Zentrales Element meines Workflows ist das Programm darktable. Eigentlich könnte dieses Programm den kompletten Workflow abbilden. Warum und was ich trotzdem an der einen oder anderen Stelle anders mache, das ist der folgenden Auflistung zu entnehmen - ich folge auch hier der thematischen Gliederung des Grundlagenartikels:

Die Arbeitsschritte im Workflow und die verwendeten Programme

Import

Rapid Photo Downloader

darktable beinhaltet einen Import-Dialog, mittels dessen man Fotos sowohl von Kameras oder Speicherkartenlesern als auch Verzeichnissen auf dem Rechner importieren kann. Weshalb also Rapid Photo Downloader?

Rapid Photo Downloader

  1. listet die Bilder eines Datenträgers in einer Zeitschiene auf, es ist einfach, zusammengehörige Bilder zu identifizieren und gemeinsam zu handhaben.
  2. merkt sich bereits geladene Bilder und setzt den Import/download bei neuen Bildern fort
  3. kann beim Import gleichzeitig in zwei Datenträger schreiben, z. B. auf die Arbeitsfestplatte im Rechner und zusätzlich auf eine externe Backup-Platte
  4. kann auch mit Videos umgehen (und die kommen bei heutigen Digitalkameras immer mal wieder auf den Datenträgern vor, auch wenn man eigentlich hauptsächlich fotografiert).

Sichtung

Geeqie

Natürlich kann man Bilder auch im Leuchttisch von darktable sichten und selektieren. Es gibt aber Anwendungen, da ist diese Vorgehensweise zu langsam und aufwendig:
Immer dann, wenn in kurzer Zeit “massenweise” Bilder anfallen, bei denen ein hoher Prozentsatz schlicht und einfach “Ausschuss” ist (Sport- und/oder Wildlife-Fotografie), bietet es sich an, mittels eines schnellen Viewers erstmal den Bildbestand drastisch zu reduzieren und nur die besten übriggebliebenen Bilder in die Workflow-Software zu importieren.

Stärken von Geeqie sind:

  1. kann die meisten RAW-Formate lesen
  2. sehr schnelle Bildanzeige
  3. konfigurierbare Tastensteuerung:
    1. Vorwärts/Rückwärts-Blättern
    2. Gesamtes Bild/100% Zoom-Ansicht umschalten
    3. Auswahl verschieben in ein “gefiltertes Verzeichnis” bzw. Bilder löschen

Durch die schnelle Tastensteuerung (keine Mauswege, kein Button-klicken) und den schnellen Bildaufbau lassen sich große Bildbestände sehr schnell auf ein erträgliches Maß vorselektieren und reduzieren.

Verschlagwortung

Hier bietet mir darktable alles, was ich brauche. Zunächst hatte ich gelegentlich bedauert, daß es nicht möglich ist, zugeordnete Schlagworte - wie es bei den Bildbearbeitungsschritten auch möglich ist - von einem Bild auf eines oder mehrere andere Bilder zu übertragen. Doch mittels eines sog. Lua-Scripts (eine Art “Erweiterung”) lassen sich die hierfür nötigen Buttons nachrüsten.

Bildoptimierung

Hierunter fallen

und in diesen Disziplinen liefert mir darktable alle Tools, die ich benötige. Weitere Software erübrigt sich daher an dieser Stelle für mich.

Export

Es ist klar, daß ein Export aus einem Workflow-System nur aus diesem selbst heraus und mit dessen Bordmitteln sinnvoll möglich ist - also in diesem Fall hier mit den Bordmitteln von darktable.

Zusätzliche Aufgaben - außerhalb oder neben dem Workflow

Bildbearbeitung/Retouche/Weiterverarbeitung

Gimp

(deutschsprachige Dokumentation)

Wie hier schon erwähnt, halte ich Gimp in der derzeitigen Verfassung für unbrauchbar, wenn es um klassische Bildbearbeitung geht. Das ist aber auch nicht wirklich nötig, denn durch die hervorragenden und umfassenden Möglichkeiten des zentralen Elements in meinem Workflow - darktable - schließt sich Gimp, wenn überhaupt, erst ganz am Ende der Kette an.

Warum? und was gibt es da noch zu tun?
Gimp stellt eine große Hilfe dar bei der Weiterverarbeitung von Bilddateien, deren “fotografischer Entwicklungsprozeß” abgeschlossen ist. Gemeint sind die grafischen Bearbeitungsmöglichkeiten wie z. B. die Einblendung von Schriftzügen, das Freistellen (diese Option habe ich für diese Seiten reichlich genutzt), das Erstellen von Buttons etc.
Also: erst das Bild an sich in eine druckreife Fassung bringen - in anderer Software wie z. B. Lightroom, darktable, Picture Window Pro, die Weiterverarbeitung bis zur endgültigen Verwendung als Banner auf einer Webseite oder als freigestelltes Produkt in einem Shop oder Prospekt -das ist die Domäne von Gimp.

Allgemeiner Bildbetrachter

xnviewMP

XnView MP ist ein effektiver Multimediabetrachter, Browser und Konvertierer, kompatibel mit über 500 Bildformaten. Weitere Features von XnView MP:

kurz: das Programm ist für mich der “Allrounder” für den Alltag.

 

 


zuletzt geändert am: 26.12.2017