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bilddateien.de - alles, was mich fotografisch bewegt - Bernhard Albicker

Wildlife-Fotografie: Dranbleiben am Motiv!

veröffentlicht am 10.10.2019

Normalerweise lösche ich solche Serien wie die hier Gezeigte quasi ‘unbesehen’. Und auch diese Sequenz war schon von der Karte weg, als mir der Gedanke kam, hierzu einen kleinen Beitrag zu schreiben. Also hab ich vor Ort kurzerhand die Speicherkarte gewechselt und die Bilder am Rechner wieder ‘entlöscht’ - photorec ist dazu mein Mittel der Wahl.

Da gehe ich also an einem Rheinseitenkanal entlang und - für mich überraschend - startet da ein Graureiher, auch noch in meine Richtung. Also Kamera mit Tele hoch, das erste Bild war wohl zu früh ausgelöst - völlig daneben fokussiert:

daneben - unscharf

Der Reiher zieht hoch und beim nächsten Bild sitzt der Fokus - ich hatte die AF-ON-Taste ‘gefunden’:

besch... Hintergrund

Aber auch hier gilt: ‘Shit happens’: Schärfe ok, aber der Hintergrund … wirklich nicht das, was man sich unter ‘Natur’ vorstellt.
Der Reiher fliegt weiter und gewinnt dabei weiter an Höhe, Straße und Leitplanke verschwinden aus dem Bildausschnitt - leider der Reiher selbst auch:

Motiv verdeckt - AF 'versprungen'

Durch konsequentes Weiterverfolgen der Flugbahn - soweit sie sich erkennen ließ durch die Hindernisse, ansonsten durch gleichmäßiges Weiterziehen des Objektivs mit der Fluggeschwindigkeit des Reihers, gelang dann in einer kurzen Lücke zwischen den Bäumen dieses Bild (im einfachsten Fall mit einer guten DSLR im Serienbildmodus):

endlich: in der Lücke 'erwischt'

Graureiher im Flug im Gegenlicht mit Lichtsaum, der teilverdeckte rechte Flügel deutet die Szenerie (Tiefflug durch den Auenwald) an. Nicht unbedingt ein Gewinner-Foto für einen Wettbewerb, aber eines, das ich im Archiv behalte - gibt immer mal Momente, wo man genau sowas sucht.

Fazit

Hartnäckigkeit zahlt sich aus!
Oder anders formuliert: Ihr solltet Euch nicht zu früh aus dem Geschehen verabschieden (ich beobachte immer wieder, wie Leute spätestens nach einer Situation wie in Bild 3 die Kamera absetzen und aufgeben), manchmal ist die zweite oder dritte Chance die bessere (und Bilder löschen könnt Ihr im nachhinein immer noch 😉)

316 Worte - Lesezeit: 2 Minute(n)

 

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