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Fremdakkus: Patona vs. Nikon EN-EL18a im D500-Batteriegriff

veröffentlicht am 05.05.2019

Aufgrund dieses Testberichts hab ich mir im Juli 2017 einen Akku von Patona gekauft.

Obwohl Nikon den neuen EN-EL18a mit gesteigerter Kapazität ins Rennen schickt, erreicht das Original nur den 3. Platz. Der gerade mal halb so teure Testsieger von Patona kann nicht nur eine höhere gemessene Kapazität vorweisen, er entlädt im Test auch langsamer als das Original.

Nun sind nicht ganz zwei Jahre her und es treten “Symptome” auf, die mich dazu bewogen haben, mal etwas genauer hinzusehen.

Während ich also vorletzte Woche unterwegs war, um etwas Wildlife-Fotografie zu machen, stieg meine D500 unvermittelt aus, obwohl in der Akku-Anzeige noch etwas Restkapazität angegeben wurde.
Zurück zu Hause habe ich dann zunächst im Original Nikon-Lader MH-26 versucht, die Kalibrationsfunktion zu nutzen - das funktionierte schonmal nicht, die beiden Lampen CAL ON und L bzw. R (der Lader verfügt über zwei Ladeschächte) blinkten gleichzeitig vor sich hin. Dazu sagt die Anleitung:

Warnsignal bei defektem Akku
(…) Wenn die Akkuladefach- und Kalibrierungskontrollleuchten bei eingelegtem Akku blinken, ist während des Ladevorgangs ein Problem mit dem Akku oder dem Ladegerät aufgetreten. Nehmen Sie den Akku aus dem Ladegerät, trennen Sie das Ladegerät von der Stromversorgung und lassen Sie den Akku und das Ladegerät vom Nikon-Kundendienst überprüfen.

Dann hab ich den Akku ganz normal vollgeladen und wieder in die Kamera gesetzt:
Ergebnis: Die Kapazitätsanzeige im Top-Display zeigte nur 4 von 5 Balken an.

Vergleich mit dem Nikon-Akku EN-EL18

Während der Test von einem Nikon EN-EL18a spricht (das ist eine neuere Variante mit höherer Kapazität), habe ich hier noch einen alten EN-EL18 im Einsatz, den ich damals für meine D800 gekauft habe und dort ständig benutzt hatte. Auf dem Akku ist ein Datum 2012.03 aufgedruckt. Seit ich nun die D500 zusätzlich nutze, habe ich die beiden Akkus im Wechsel in beiden Kameras genutzt.

Für den Vergleich habe ich die beiden Akkus vollgeladen, bis das Nikon-Ladegerät den Ladevorgang beendet hat. Sodann habe ich mir das Ergebnis in der Akku-Diagnose der Kamera angeschaut:

Patona-Akku vollgeladen

So sieht die Anzeige beim knapp 2 Jahre alten Patona-EN-EL18-Ersatzakku aus:

Akku-Diagnose Patona EN-EL18 vollgeladen

Es stehen - lt. Kameraanzeige - nur gut 34 der Kapazität zur Verfügung - das ist wenig … 😞

Nikon-Akku vollgeladen

Demgegenüber sieht die Anzeige des fast 7 Jahre alten und deutlich mehr genutzten Akkus von Nikon so aus:

Akku-Diagnose Nikon EN-EL18 vollgeladen

Kalibrierung und Lebensdauer

Im Handbuch der Kameras finden sich die folgenden Abschnitte:

Kalibrierung
Dieser Menüpunkt erscheint nur, wenn die Kamera durch einen optionalen Multifunktionshandgriff MB-D18 versorgt wird, in dem ein Akku EN-EL18.. eingesetzt ist (separat erhältlich).
CAL: Nach häufiger Nutzung und Aufladung ist eine Kalibrierung erforderlich, damit der Akkuladezustand exakt ermittelt werden kann. Kalibrieren Sie den Akku vor dem nächsten Ladevorgang.
-: Es ist keine Kalibrierung erforderlich.

sowie

Lebensd.
Eine fünfstufige Anzeige gibt Auskunft über die Lebensdauer des Akkus. 0 (new) zeigt an, dass die Akkuleistung unbeeinträchtigt ist, 4 (!) zeigt an, dass der Akku das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat und ersetzt werden sollte.

Während der Patona Akku sich - wie oben beschrieben - nicht kalibrieren läßt im Nikon-Ladegerät, hat er aber nach nicht einmal 2 Jahren offenbar schon einen Zustand, daß die Kamera

Und offenbar mangels passender Elektronik kann die Kamera diesen Zustand nicht erkennen und entsprechend damit umgehen in der Anzeige der Batteriekapazität.

Demgegenüber zeigte der Original-Akku zum Zeitpunkt des Erwerbs der D500 den “Alterungsgrad” new an, da war er schon 5 Jahre alt und genau so lange in der D800 im Einsatz. Bis heute wird dessen Rest-Kapazität korrekt angezeigt.

Fazit

Wie heißt der alte Spruch:

Wer billig kauft, kauft zweimal …

Nun ist mir klar, daß je ein Akku von jeder Sorte keinerlei Basis darstellt für statistisch relevante Aussagen, aber so sind nun mal meine Erfahrungen.

635 Worte - Lesezeit: 3 Minute(n)

 

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