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bilddateien.de - alles, was mich fotografisch bewegt - Bernhard Albicker

Basis(stativ)platte für den kleinen Neiger - Selbstbau-Projekt

veröffentlicht am 02.02.2019

Viele Tierfotografen verwenden sog. Bohnensäcke unterschiedlicher Ausführung, wenn es um die Nutzung schwerer Teleobjektive aus Ansitz-/Beobachtungshütten heraus geht.

Ich bevorzuge - wann immer es geht - einen echten Neiger. Das erhöht die Flexibilität, Treffsicherheit und auch den Komfort bei der Nutzung solch eines “Tele-Monstrums” erheblich. Wenn die Basis klein genug ist, dann geht das auch in den Hütten zumindest überall dort, wo eine Art Fensterbank vorhanden ist.

Die Teileliste für die Stativbasis

Benötigt werden

Baumaterial

Werkzeug

Die Arbeitsschritte

  1. Zunächst werden mittels der Oberfräse mit zylindrischem Bündigfräser anhand einer ans Brett geklemmten Schablone die Ecken gerundet. Anschließend wird mit einem Abrundfräser die obere Kante der Platte abgerundet, dann die Platte insgesamt geschliffen und 2-fach geölt.

  2. Loch für die Stativschraube vorbereiten
    Von der Rückseite der Platte her wird zunächst mit dem Forstnerbohrer eine Vertiefung hergestellt, die so tief ist, daß Schraubenkopf zzgl. Dicke der Unterlegscheibe darin “verschwinden” können, also nicht überstehen.
    Die Zentrierspitze des Forstnerbohrers markiert dabei den Punkt, in dem anschließend mit dem Spiralbohrer die Platte vollends durchbohrt wird.

    Vertiefung für Schraubenkopf

    gebohrt mit einem Forstner-Bohrer hinreichender Größe

  3. Mit dem Gewindebohrer-Set wird in das vom Spiralbohrer gebohrte Loch das Gewinde für die Stativschraube gebohrt.

    benötigte Teile

    38”-Schraube, Scheibe, Gewindebohrer

    Die Schraube wird mit Allzweck-Kleber bestrichen, bevor sie eingedreht wird.

  4. Und so sieht das fertig montierte Stativbrett aus:

    Stativplatte montiert

    Schraube eingedreht und verklebt

    Nun kann der (kleine) Stativkopf montiert werden.

  5. Für meine Anwendungen mit bis zu 6,5kg Ausrüstungsgewicht (Kamera mit Hochformat-Handgriff, Telekonverter und Objektiv) nutze ich einen alten Videoneiger von Manfrotto (701 HDV, Arca-Swiss-kompatibel gemacht mit einer großen Kirk-Klemme). Die Stabilität dieses überwiegend aus Gußmaterial bestehenden Teils ist ausreichend.

    Stativplatte mit montiertem kleinem Videokopf

    So sieht’s einsatzfertig aus

    Anmerkung: Es ist aber darauf zu achten, die Last sauber auszubalancieren und nicht einfach loszulassen, denn die Lastausgleichsfeder dieses kleinen Kopfes ist bei weitem nicht für dieses hohe Gewicht (und den vergleichsweise hohen Schwerpunkt einer solchen Kombi) ausgelegt.

Erfahrung

Insbesondere bei Flugaufnahmen aus den für großgewachsene Menschen ohnehin beengten Verhältnisse einer typischen Beobachtungshütte ziehe ich dieses “Stativ” jederzeit einem Bohnensack vor, wenn ein geeignetes Fensterbrett vorhanden ist. Es ist damit viel einfacher, die Kamera der Bewegung gleichmäßig nachzuführen.

393 Worte - Lesezeit: 2 Minute(n)

 

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Ich kaufe mein fotografisches Werkzeug beim Fotohändler meiner Wahl/meines Vertrauens als normaler Kunde. Wenn ich hier über das von mir eingesetzte Material schreibe, dann geht es dabei um die Erfahrungen, die ich in der praktischen Arbeit damit sammle.

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