Weißabgleich bei Digitalkameras
Der eine oder andere wird sich bei der Lektüre des Kapitels "Automatik" und des Tutorials zum Negativscannen gefragt haben, ob denn "der ganzen Einstellerei" mit der Benutzung einer Digitalkamera nicht elegant aus dem Weg gegangen werden könnte. Daß dem nicht so ist, soll mit den nächsten beiden Beispielaufnahmen gezeigt werden:
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| Weißabgleich: Sonnenbestrahlte Referenzkarte | Weißabgleich: Referenzkarte im Schatten |
Zur Situation:
es handelt sich um eine Szenerie, die bei Sonnenstand knapp über dem Horizont in der Camargue/Frankreich aufgenommen wurde.
- Um den orangefarbenen "Farbstich", hervorgerufen durch das Sonnenlicht, auszugleichen, wurde ein manueller Weißabgleich auf eine Referenzkarte durchgeführt, die direkt von der Sonne beschienen wurde. Das Ergebnis (linkes Bild) weist einen unübersehbaren Blaustich auf.
- Anschließend wurde der manuelle Weißabgleich so durchgeführt, daß die Referenzkarte ausschließlich Licht vom blauen Himmelsgewölbe erhielt. Hier (rechtes Bild) sieht das Ergebnis deutlich natürlicher aus, aber noch mit merklichem Orange/Rot-Stich.
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| Weißabgleich: Referenzkarte im Schatten, Filter 82C |
Das natürlichste Ergebnis liefert ein Weißabgleich nach Punkt 2 mit zusätzlichem Objektiv-Filter 82C (evtl. auch 82B) - und so hätte man die Aufnahme analog auch gemacht...
Das Beispiel zeigt, daß farbtreue Wiedergabe auch mit einer Digitalkamera nicht "von selbst" zustande kommt und etliches an Aufwand bei der Aufnahme - und auch an Erfahrung - erfordert.



